Klimastadt Bremerhaven Giftmüllbezirk

 

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Zeitungsberichte 2013
Demonstration der Tunnel- und Deponiegegner

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 14.12.2013

„Senator empfiehlt drei Staubmessstellen“

Interview: Oberbürgermeister Melf Grantz äußert sich zur Situation rund um die Mülldeponie Grauer Wall

BREMERHAVEN. Die Bürgerinitiative Bikeg und die CDU-Stadtverordnetenfraktion fürchten, dass von der geplanten Erweiterung der Mülldeponie Grauer Wall eine Gesundheitsgefährdung für die Anwohner ausgeht. SJ-Redakteurin Andrea Lammers sprach mit Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) über die Situation rund um die Deponie Grauer Wall.

Herr Grantz, Sie haben im August erklärt, dass bis Ende Oktober in Abstimmung mit der senatorischen Umweltbehörde feststehen solle, wie und wo Messstellen an der Mülldeponie eingerichtet werden. Wie ist jetzt, Anfang Dezember, das konkrete Ergebnis? Wo und wie werden dort Messstellen eingerichtet?

Oberbürgermeister Melf Grantz

Oberbürgermeister
Melf Grantz (SPD)
Foto: Archiv NZ

Grantz: Die senatorische Umweltbehörde hat jetzt wie vereinbart eine Empfehlung zu einem möglichen Umfang für zusätzliche Staubmessungen ausgesprochen. Darin wird empfohlen, drei Staubmessstellen im Gebiet Speckenbüttel einzurichten, die über den Zeitraum von einem Jahr auf unterschiedliche Art den Staubanteil in der Luft messen und dessen Inhaltsstoffe labortechnisch untersucht werden.

Sie haben im August ebenfalls erklärt, dass sie mit den Mitgliedern der Bürgerinitiative Gespräche führen werden. Das ist bislang nicht geschehen.

Grantz: Vorrangiges und gewünschtes Ziel der Bürgerinitiative war, zusätzliche Staubmessstellen einzurichten und Staubmessungen durchzuführen. Mit der inzwischen erfolgten Abwägung des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr zum Messprogramm zu Feinstaub und Staubniederschlag in Bremerhaven, liegt nun eine Einschätzung vor, auf deren Basis weitere Schritte erfolgen können. Gern werde ich diese unter Beteiligung der Fachleute Anfang nächsten Jahres mit der Bürgerinitiative besprechen.

Nunmehr zwei untersuchte Staubproben aus der Nachbarschaft ergeben stark erhöhte Schadstoffbelastungen, deren Zusammensetzung die Mülldeponie als Quelle in Verdacht bringen. Aufgrund dieser Ergebnisse sowie mit Blick auf die Ökopolstudie vom Mai hat die CDU in der Stadtverordnetenversammlung eine Anfrage zu den geforderten Messstellen gestellt – ohne ein bislang befriedigendes Ergebnis, so Thorsten Raschen (CDU). Was unternimmt die Stadt, um eine Gesundheitsgefährdung für die Bürger durch die Mülldeponie auszuschließen?

Grantz: Der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr als Planfeststellungbehörde der Deponie Grauer Wall, die BEG als Betreiberin und das Umweltschutzamt haben sich darauf verständigt, dass die relevanten Untersuchungsergebnisse zusammengestellt und im Umweltschutzamt Bremerhaven nach Terminabsprache zur Einsichtnahme vorliegen

Quelle: Sonntagsjournal vom 01.12.2013 von Andrea Lammers

Neue Probe deutet auf Deponie

Initiative lässt erneut Staub auf Schadstoffe untersuchen – CDU: Bei Gefährdung muss die Stadt handeln

BREMERHAVEN. „Nachdem ich das Ökopol-Gutachten gelesen hatte, bin ich sehr nachdenklich geworden“, sagt Thorsten Raschen. Die Lektüre des Gegengutachtens zur Erweiterung der Mülldeponie Grauer Wall war jedoch nicht der letzte Gedankenanstoß für den stellvertretende Fraktionsvorsitzenden der CDU. „Die Schadstoffanalyse einer Staubprobe aus der Nachbarschaft der Deponie war erschreckend.“ Jetzt wurde eine weitere Staubprobe auf ihren Schadstoffgehalt untersucht.

Neue Rampen an der Deponie Grauer Wall

Auf der Deponie werden augenscheinlich neue Rampen gebaut – das zeigen die Bilder der Bürgeninitiative.     Foto: pr

Dr. Sabine Hanisch, die rund 900 Meter von der Deponie entfernt wohnt und sich in der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Deponie (Bikeg) engagiert, hat die Probe von ihrem Dach genommen und in einem Labor im Fischereihafen untersuchen lassen. Ergebnis: „Beängstigend. Der Bleigehalt der Probe beispielsweise lag bei 462 Milligramm pro Kilogramm. Der Grenzwert für Blei liegt bei Spielplätzen bei 200 Milligramm pro Kilogramm“, so Hanisch. „Den Spielplatz auf meinem Dach kann ich zumachen“, ergänzt sie sarkastisch. Ansonsten ist der Geowissenschaftlerin wenig zum Lachen: Gerade Blei habe schlimme Auswirkungen für die Gesundheit, greife das Gehirn und die Nerven an. „Die Analyse der Probe ergibt für mich eindeutig, dass deren Quelle die Deponie ist.

Der Fingerprint, die Verteilung und Konzentration der Inhaltsstoffe in den bislang untersuchten Proben, also in der Fensterprobe von Dr. Friedrich Walz, in meiner Probe und in den beiden Proben der Deponie ist nahezu gleich. Das macht die Annahme einer identischen Quelle sehr wahrscheinlich“, erläutert Hanisch.

„Die gesamten Hinweise werfen eine Vielzahl von Fragen auf. Wir haben schon vor langer Zeit Messstellen an der Deponie gefordert. Herr Grantz hat im August erklärt, dass bis Ende Oktober fest stehen solle, wie und wo Messstellen eingerichtet werden. Passiert ist nichts. Wenn eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung vorliegt, besteht Handlungsbedarf“, so Raschen. Die CDU hatte im September eine Anfrage an die Stadtverordnetenversammlung gestellt, um die Daten einsehen zu können, die als Grundlage des Planfeststellungsbeschlusses zur Erweiterung der Deponie dienten.

„Diese Daten konnten bislang nicht eingesehen werden. Herr Grantz hat sich immer noch keinem Gespräch gestellt. Wir haben den Eindruck, hier wird auf Zeit gespielt“, so Hanisch. Denn während das Klageverfahren gegen die Erweiterung der Deponie noch beim Oberverwaltungsgericht Bremen anhängig ist, werde die Erhöhung bereits munter betrieben – so auch der Eindruck von Raschen, dem entsprechendes Foto- und Luftfotomaterial vorliegt.

Das wurde am vergangenen Donnerstag während einer Versammlung der Bikeg und eines Vortrages des Biologen Friedrich Hoffmann über eine weitere Untersuchungsmethode von Schadstoffimmissionen vorgestellt. „Die Bilder zeigen nicht nur neue Rampen, die in die Höhe gehen, sondern, jede Menge Plastikmüll, der direkt von der Deponie in Richtung Aue und Anliegergrundstücke weht. Ich finde das Ganze ist absolut grenzwertig. Die BEG als Betreiber wäre aufgefordert, hier sensibler vorzugehen“, ist Raschen empört. Vertreter der rotgrünen Koalition waren der Einladung zu dem Vortrag nicht gefolgt. Friedrich hatte die Untersuchungsmethoden der Bikeg in Bezug auf die Staubmessungen als „wissenschaftlich einwandfrei“ bezeichnet.

Quelle: Sonntagsjournal vom 01.12.2013 von Andrea Lammers

Thorsten Raschen (CDU)

Thorsten Raschen (CDU)
Foto SJ

Quelle: Sonntagsjournal
vom 13.10.2013

Kritik am Magistrat wegen der Deponie in Bremerhaven

Empörung der Bikeg-Mitglieder ist groß

Kritik an Verhalten von Politik und Behörden – Neue Untersuchung vergleicht Fenster- und Deponieproben

BREMERHAVEN (ala). „Kein Gegenbeweis, kein Argument, nicht mal ein Hinweis auf erfolgte Untersuchungen – lediglich die Feststellung, dass die Staubprobe von Herrn Walz nicht von der Mülldeponie stammt“, fasst Dr. Sabine Hanisch von der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Mülldeponie Grauer Wall (Bikeg) den Inhalt des Schreibens des Gewerbeaufsichtsamtes zusammen.

An das Amt hatte sich Dr. Friedrich Walz, dessen Grundstück sich rund 800 Meter von der Deponie entfernt befindet, mit einer Staubprobe von seinem Fenstersims gewandt. Ein Bremerhavener Labor hatte die Probe untersucht und hohe Giftstoffkonzentrationen festgestellt (das SJ berichtete). Eine elektronenmikroskopische Untersuchung hatte zudem ergeben, dass es sich bei der Probe um Schlacke handelt, wie sie in ähnlicher Form in großen Mengen auf die Deponie verbracht wird.

Probe von der Deponie unter dem Mikroskop

Das linke Bild zeigt die Probe vom Fenster, das rechte Bild die Probe von der Deponie unter dem Mikroskop. Foto: privat

„Wir sind empört über das Vorgehen der Bremerhavener Behörden und der politisch Verantwortlichen. Da wird lapidar über Fakten hinweg gegangen. Unsere Untersuchungen werden weder argumentativ widerlegt noch bestätigt“, ist auch Bikeg-Mitglied Regina Wiese empört. Sie wohnt noch dichter an der Deponie als Walz und hat ebenfalls mit ungewöhnlich großen Mengen von Staub auf Fenstersimsen, der bislang allerdings noch nicht auf seine Inhaltsstoffe untersucht wurde, zu kämpfen.

Das Fazit des Gewerbeaufsichtsamtes erscheint den Initiativen-Mitgliedern noch unglaubwürdiger, seit sie die Probe von Walz elektronenmikroskopisch mit einer direkt auf der Deponie genommenen Schlackenprobe verglichen haben. „Beide Proben zeigen die für Schlacke typischen verbackenen Teilchen. Die Größe der Teilchen ist sehr ähnlich. So etwas gibt es hier in der Natur nicht, beides stammt ganz deutlich aus einem technischen Prozess“, fasst Hanisch zusammen. Fassungslos sind die Bikeg-Mitglieder, was den Umgang der Politik mit der Problematik angeht: „Oberbürgermeister Grantz hat sowohl unsere Einladung zu unserer Versammlung im September als auch die zur Versammlung im Oktober abgesagt. Einen Alternativtermin hat er nicht angeboten“, berichtet Walz. Umweltdezernentin Anke Krein habe eine Stellungnahme gegenüber einem Reporter von Nordwestradio mit dem Hinweis auf ihre mangelnde Zuständigkeit abgelehnt, so Walz.

Quelle: Sonntagsjournal vom 06.10.2013 von (ala)

Fund im Garten ist Schlacke

Bürgerinitiative lässt Ascheproben elektronenmikroskopisch untersuchen – Eilantrag der CDU abgelehnt

BREMERHAVEN. Wenn man nicht in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Vulkan lebt, fliegen einem für gewöhnlich keine Schlackebrocken in den Garten. Es sei denn: Der Garten befindet sich in der Nachbarschaft der Grauwall-Deponie. Das jedenfalls dachten sich Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Deponie (Bikeg) und ließen Proben elektronenmikroskopisch untersuchen.

Fund im Garten ist Schlacke

Dr. Sabine Hanisch und Dr. Friedrich Walz forschen nach der Quelle hochgiftiger Schlacke in Walz´ Garten. Fotos: Lammers/ Masorat

Solche Strukturen entstehen, wenn man etwas unter sehr hohen Temperaturen erhitzt, wie bei der Entstehung von Schlacke“, erläutert Dr. Sabine Hanisch von der Bikeg. Derartige Schlacken würden auf der Deponie dazu verwendet, die ebenfalls hochgiftigen Filterstäube abzudecken. Um auszuschließen, dass es sich bei den Proben aus Walz´ Garten um Schlacken von benachbarten Tennisplätzen handelt, hat die Bikeg auch hiervon Proben untersuchen lassen. „Die Zusammensetzung und Struktur der Tennisplatz-Proben ist deutlich anders als die aus dem Garten“, fasst Hanisch zusammen. Das Untersuchungsresultat sei ein weiteres Indiz für die Annahme, dass es sich bei der Quelle für die im Garten gefundenen Stoffe um die Mülldeponie handelt. „Wenn man davon ausgeht, dass diese verhältnismäßig großen Teilchen schon 850 Meter weit in den Garten verblasen wurden, kann man sich vorstellen, wie weit die hochgiftigen Feinstäube geweht werden, zumal da ja bei Wind und Wetter Feinstäube abgekippt werden dürfen. Es gibt keine Reglementierungen und noch nicht einmal eine Wetterstation, die Windgeschwindigkeiten anzeigen würde“, sagt Sabine Hanisch. „Bei großen Windgeschwindigkeiten wehen die Feinstäube bis Wulsdorf und noch weiter“, ist die Geowissenschaftlerin überzeugt. Um endlich Klarheit in die Frage um gefährliche Emissionen von der Grauwall-Deponie zu bekommen, wird in der Politik der Ruf nach der Einrichtung von Staubmess-Stellen lauter. Ein entsprechender Eil-Antrag der CDU wurde in der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt. Wie sich Messungen realisieren lassen, ist demnächst Gegenstand eines Gespräches zwischen Oberbürgermeister Melf Grantz und beteiligten Stellen wie dem Umweltschutzamt, Vertretern der senatorischen Umweltbehörde, des Gewerbeaufsichtsamtes und der Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft. Vertreter der Bürgerinitiative sind nicht eingeladen.

Quelle: Sonntagsjournal vom 08.09.2013 von Andrea Lammers

Vor einigen Monaten hatte Dr. Friedrich Walz eine eigenartige Entdeckung auf seinem Grundstück, das sich rund 850 Meter von der Deponie am Grauen Wall entfernt befindet, gemacht: Asche. Die ließ er in einem Bremerhavener Labor auf ihre Inhalte untersuchen.
Ergebnis: diverse grenzwertüberschreitende und gesundheitsgefährdende Stoffe (das SJ berichtete). Vergleichsproben mit Schlacken von der Deponie ergaben eine ähnliche Zusammensetzung. Um Klarheit über die Herkunft der Giftstoffe im Garten zu bekommen, hat die Bikeg jetzt weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. „Wir haben die Proben elektronenmikroskopisch untersuchen lassen. Dabei heraus gekommen ist, dass es sich um miteinander verschmolzene Stoffe nicht natürlichen Ursprungs handelt.

MEINE MEINUNG

Hinterzimmer-Politik ist schädlich
Wer je ein Auto zum TÜV gebracht hat, weiß was Sicherheitsstandards sind. Bei einer Sondermülldeponie scheinen andere Maximen zu gelten. Messung von Feinstaub-Emissionen? Fehlanzeige, hier genügt eine Hochrechnung. Die Skepsis der Initiativen-Mitglieder ist berechtigt. Sehr viel professioneller als es die eigentlich Verantwortlichen bisher getan haben, haben sie versucht, Licht ins Dunkel zu bringen. Endlich scheint die Politik hier nachzuziehen. Dass der OB keine Vertreter der Bikeg zu dem Gespräch eingeladen hat, ist schlechter Stil, wirft aber vor allem folgende Frage auf: Haben die Verantwortlichen Angst vor deren stichhaltigen Argumenten?
Andrea Lammers

Gutgläubigkeit als Bumerang

Speckenbüttel. Da gibt es nichts schönzureden. „Ich fühle mich veräppelt“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Paul Bödeker. Er hatte den Betreibern und der senatorischen Dienststelle geglaubt, dass die Erweiterung der Deponie Grauer Wall notwendig sei – und ohne Gefahren für die Bürger über die Bühne gehe. Auch die Gutachten zum Planfeststellungsverfahren habe er geschluckt.

Nun habe ihm die Bürgerinitiative „Keine Erweiterung Grauer Wall“ (BIKEG) die Augen geöffnet. Die hatte ihn und seinen Vertreter Thorsten Raschen zum Monatsgespräch eingeladen. Es ging um das Ergebnis des Staubgutachtens, das die BIKEG in Auftrag gegeben hatte. Mit ganz anderen Augen sieht Bödeker nun die Gutachten, die dem Planfeststellungsverfahren zu Grunde lagen. Sie waren allerdings Grundlage für den Beschluss zur Deponieerweiterung.

„Sie wissen, wie das Geschäft läuft. In der Grundaussage ging es damals um die Absicherung des Regenwassers und um eine Rundumdrainage um die Deponie“, so ein Erklärungsversuch von Bödeker. Zur Erklärung: Deponien dürfen aufgrund einer gesetzlichen Neuregelung nur noch in Pyramidenform gebaut werden, damit Regen besser abläuft. Dadurch müsse die Deponie laut Betreiber – die Bremerhavener Entsorgungs-gesellschaft – auf 52 Meter und damit auf fast das Doppelte erhöht werden.

Aber die Gutgläubigkeit Bödekers von einst kam als Bumerang zurück. „Sie haben als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung

Staubgutachten: Thema beim Monatsgespräch der Bürgerinitiative BIKEG

Nach der Sommerpause ging es beim Monatsgespräch der Bürgerinitiative „Keine Erweiterung Grauer Wall“ nicht nur um das Feinstaubgutachten. Dr. Sabine Hanisch zeigte auch, wie es um die Bodenbeschaffenheit der Deponie aussieht. Foto: Scheschonka

eine Verantwortung für die Bürger“, sagte ein Besucher. Der CDU-Mann wollte sich auch nicht drücken. „Wir werden an dem Thema dran bleiben und auch Anträge einreichen. Ich werde mich jetzt in das Thema reinwurschteln“, versprach Bödeker.

Zunächst wolle er sich mit seiner Fraktion um die Aufstellung von Staubmessstellen rund um die Deponie kümmern. Und Raschen legte nach: „Auch das Erstellen eines Krebskatasters für Bremerhaven werden wir im Gesundheitsausschuss vorantreiben.“ Doch ob Staubmessstellen rund um die Deponie das Allheilmittel sein werden, bezweifelten einige der Besucher. „Dann stellen die Beregnungsanlagen auf den Müllberg, und schon reduziert sich der Feinstaub“, sagte ein Zuhörer.

Und der Feinstaub, der laut Gegengutachten der BIKEG die Grenzwerte mehrfach überschreitet, sei nicht die einzige Gefahr. Wenn die Deponie auf das Doppelte anwächst, erhöht sich auch das Gewicht: Bei 24 Metern Höhe sind es 2,5 Millionen Tonnen, durch die Erhöhung kommen noch 2,1 Millionen Tonnen dazu. „Wir würden auch gern ein Gegengutachten zur Beschaffenheit des Bodens in Auftrag geben“, sagte Günther Flißikowski, Vorsitzender der Bürgerinitiative.

Aber dafür brauche man finanzielle Unterstützung. Die politische sei zumindest da. Bödeker: „Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass die Angaben der senatorischen Dienststelle falsch sind. Von der Erweiterung gehen meiner Meinung nach so große Gefahren aus, dass ein sofortiger Handlungsbedarf gegeben ist.“

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 31.08.2013 von Lili Maffiotte

Kein Giftmüllberg in Bremerhaven
Streit um Staub von der Deponie geht weiter

Quelle: Weser Kurier vom 17.08.2013

Oberbürgermeister will mit den Anwohnern der Deponie Grauer Wall reden
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Quelle: Nordsee-Zeitung
vom 16.08.2013

Mächtig Staub aufgewirbelt

Private Probenanalyse aus der Nähe der Deponie Grauer Wall sorgt für Unmut zwischen Grünen und SPD

SPECKENBÜTTEL. Seit Jahren schwelt der Streit um die geplante Erweiterung der Deponie Grauer Wall. Nun ließ ein Anwohner Staub von seinem Grundstück im Labor analysieren. Heraus kam, dass er voller Schadstoffe war. Die Grünen fordern daher, eine Messstation aufzustellen, doch die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft BEG lehnt das ab. Jetzt wirft die SPD ihrem Koalitionspartner auch noch „Kompetenzgeschiebe“ vor.

Schon öfter hatte das Ehepaar Walz um sein Haus herum Staub wegwischen müssen – „Der kann eigentlich überall herkommen“, dachten sie. „Aber an diesem Tag war es besonders auffällig“, berichtet der Biologe Dr. Friedrich Walz. Es sei lange trocken gewesen, dann kam ein Sturm auf. Walz vermutet, dass Filterstaub aus der Müllverbrennungsanlage, der auf der Deponie Grauer Wall entsorgt wird, auf sein etwa 850 Meter entferntes Grundstück geweht worden sein könnte.

Seine Frau wollte die feinen Partikel schon vom Fensterrahmen wischen, doch der Biologe fing sie in einem Probengläschen auf und ließ sie analysieren. Ein Bremerhavener Labor, das mit einer speziellen Methode bereits kleinste Mengen auf verschiedene Metalle untersuchen kann, stellte Alarmierendes fest: „Sondermüll“, sagt Walz. Der untersuchte Staub wies zum Teil stark erhöhte Werte von Kupfer, Blei, Arsen und Thallium auf.

Dr. Friedrich Walz sammelte Staubpartikel

Erhöhte Werte: Dr. Friedrich Walz sammelte nach einem Sturm Staubpartikel auf seinem Grundstück und schickte sie zur Analyse ins Labor. Das Schild in seinem Garten hat die Bürgerinitiative entworfen – und verkauft es auch. Foto Scheer

Mit den Ergebnissen wandte sich Walz ans Umweltschutzamt, das ihn ans Gewerbeaufsichtsamt verwies. Ein Mitarbeiter nahm Proben von der Deponie. „Wir sind noch in der Prüfung. Eine eindeutige Beweisführung ist bisher nicht gelungen, aber ist es nicht auszuschließen, dass der Staub von der Deponie stammt“, teilte das Gewerbeaufsichtsamt mit.

Die Grünen fordern, die Analysen ernst zu nehmen. „Ausmaß und mögliche Quellen sollten bald festgestellt werden“, sagt der umweltpolitische Sprecher, Dr. Ulf Eversberg.

Rechtsstreit mit Initiative
Die Koalition aus SPD und Grünen hatte die BEG als Betreiberin der Deponie bereits aufgefordert, eine Staubmessstelle einzurichten. Aber wegen des laufenden Rechtsstreits mit der Bürgerinitiative „Keine Erweiterung Grauer Wall“ sei das von der Entsorgungsfirma abgelehnt worden, so der Fraktionsvorsitzende Claudius Kaminiarz. Eine Stellungnahme war von der BEG am Freitag nicht zu bekommen.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Martina Kirschstein-Klingner fordert nun Umweltdezernentin Anke Krein (Grüne) auf, „bitte selbst tätig zu werden. Die Menschen vor Ort brauchen Taten und keine Mischung aus Kompetenzgeschiebe und Lippenbekenntnissen“.

Krein fühlt sich „überrannt“. Der Immissionsschutz sei Sache des Gewerbeaufsichtsamts, nicht des Umweltdezernats. Die Errichtung einer Messstelle durch die Stadt, wie die SPD vorschlägt, würde zudem erhebliche Kosten verursachen: Laut einer Aufstellung der Grünen koste das mindestens 50.000 Euro, laut SPD sogar 100.000 Euro. „Mir fehlen sowohl die Zuständigkeit als auch die finanziellen Mittel, um dem Ansinnen der SPD Rechnung zu tragen. Die BEG sollte unserer Forderung nachkommen und freiwillig selbst eine Messstelle betreiben“, betont Krein. Auch Kaminiarz kann sich nicht erklären, warum der Koalitionspartner querschießt: „Es ist erschreckend, dass die Kollegen scheinbar nicht wissen, wer da zuständig ist.“

„Wir als SPD wollen uns da gar nicht rausstehlen“, relativiert Kirschstein-Klingner. Sie sieht die Situation als gemeinsame Angelegenheit der Koalitionspartner: „Wir müssen den Bürgern die Angst nehmen. Es nützt nix, wenn wir alle jammern und nichts passiert.“

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 10.08.2013 von Marieke Jörg

MEINE MEINUNG
Nutzloses Koalitionsgezänk

Streiten um die beste Lösung gehört zum politischen Geschäft. Ungewöhnlich am öffentlichen Gezänk um die Staubmessanlage am Grauen Wall ist nur, wer sich da in die Wolle bekommt – SPD und

Gert-Dieter Meier

Gert-Dieter
Meier
Foto NZ

Grüne nämlich. Dabei hätten die beiden Parteien das gar nicht nötig. Als Koalition mit eindeutiger Mehrheit würde ein klärendes Gespräch reichen, um Zuständigkeiten intern zu klären, einen entsprechenden Beschluss zu fassen und so dem verständlichen Wunsch der Anwohner zu entsprechen, endlich Klarheit über die nachbarliche Schadstoffbelastung zu bekommen. Warum das unterblieben ist, warum man stattdessen per Mitteilung aufeinander los geht? Ganz einfach: Weil Wahlkampf ist. Und man sich von allen anderen abheben will. Auch vom eigenen Koalitionspartner. 
Gert-Dieter Meier

Deponie: Anwohner in Sorge

Staubanalyse aus der Nachbarschaft des Grauen Walls liefert alarmierende Werte giftiger Metalle

BREMERHAVEN. Dr. Friedrich Walz staunte nicht schlecht, als er am 19. April seine Zeitung aus der Rolle vor dem Haus in der Straße am Wurtacker holte: „Sowohl auf dem Zeitungsrohr als auch auf dem Briefkasten lag eine dicke Staubschicht.“ Sturm am Vortag, die Grauwall-Deponie in der Nachbarschaft – Gründe genug für den Biologen, den Staub auf seine Inhalte untersuchen zu lassen. Sein Fazit: „Der Staub müsste allein aufgrund der wenigen Analysewerte als Sondermüll entsorgt werden.“

„Sogar in die Lüftungsschlitze unserer Fenster war der Staub geweht worden“, erinnert sich Walz. „Das ist nicht normal“, habe er sich gedacht und Probenröhrchen, die der pensionierte Lehrer früher für den Schulunterricht benutzte, per Pinsel mit dem Staub befüllt. „Wir wohnen nur rund 800 Meter von der Müll-Deponie am Grauen Wall entfernt. Am Tag davor hatte es gestürmt. Ich wollte wissen, ob der Staub mit giftigen Stoffen belastet ist.“ Also ließ Walz die Proben in einem Labor im Fischereihafen untersuchen.

„Zwanzig Stoffe sind analysiert worden. Es ging bei der Untersuchung vor allem um die Konzentration der gefundenen Stoffe“, so Walz. Eine Woche dauerte es, bis er das Untersuchungsergebnis vorliegen hatte. „Die Werte waren erstaunlich und sind so keinesfalls in normalem Hausstaub zu finden“, zieht er Bilanz. Von acht als gesundheitlich bedenklichen Metallen, die in der Probe untersucht worden seien, hätten vier erhöhte Werte aufgewiesen: Kupfer, Blei, Arsen und Thallium, das auch als Rattengift benutzt wird.

Flasche mit Rattengift

Eine Flasche mit Rattengift, bei dem das giftige Metall Thallium Verwendung findet. Eine Untersuchung von Staub aus der Nachbarschaft der Grauwall-Deponie ergab erhöhte Werte mehrerer Metalle. Die Quelle des Staubs ist jedoch umstritten. Foto: Thiemer

Untersuchung durch die Umweltbehörde
Bei einer Bodenuntersuchung durch die Bremer Umweltbehörde im Jahr 1999 sei man beispielsweise beim Metall Kupfer von einer Belastungsgrenze von 100 Milligramm pro Kilogramm ausgegangen. „In unserem Staub fand sich eine Belastung von 187 Milligramm, also fast doppelt so viel“, sagt Walz. Beim Blei hatte die Umweltbehörde seinerzeit eine Belastungsgrenze vom 200 Milligramm pro Kilogramm angenommen. In dem Staub, den Walz untersuchen ließ, habe sich eine mehr als dreifache Blei-Konzentration von 667 Milligramm gefunden. Die Schmerzgrenze für Thallium lag bei der Umweltbehörde bei 0,3 Milligramm. In der Probe von Walz wurde dieser Grenzwert fast vierfach überschritten: Hier lag die Konzentration bei 1,1 Milligramm. Auch Arsen wurde mit 12,8 Milligramm gegenüber dem Grenzwert von 10 Milligramm überschritten.

Dr. Friedrich Walz

Deponie-Anwohner Dr. Friedrich Walz. Foto: Archiv

Walz vermutet, dass die erhöhten Werte aus Abwehungen von der Deponie resultieren und verständigte das Gewerbeaufsichtsamt. Dessen Mitarbeiter nahmen zwei weitere Proben direkt auf der Deponie. „Ein Vergleich der Zusammensetzung und Konzentration der Inhaltsstoffe aller Proben hat ergeben, dass die Proben von Herrn Walz mit Sicherheit nicht aus einer natürlichen Quelle kommen und möglicherweise von der Deponie stammen“, beschreibt Dr. Sabine Hanisch, Geowissenschaftlerin und Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Mülldeponie (Bikeg). Für beide liegt der Verdacht, dass es sich bei den Stäuben auf dem Grundstück von Walz um giftige Abwehungen handelt, auf der Hand. „Das Gewerbeaufsichtsamt jedoch hat mir gesagt, dass an dem entsprechenden Tag die Windböen aus Südwest gekommen und mein Grundstück deswegen nicht in der Windrichtung gelegen habe“, sagt Walz.

Eine These, die nach Ansicht von Sabine Hanisch nicht haltbar ist: „Die Wetterdaten vom 18. April zeigen, dass die stärksten Windböen mit der Stärke 6,8 bis 11,5 Metern pro Sekunde aus westlicher Richtung kamen, so dass das östlich von der Deponie gelegene Grundstück von Familie Walz kaum in sicherer Entfernung von möglichen Abwehungen lag“, sagt sie. „Meiner Meinung nach belegt das Ganze eindeutig, dass es giftige Abwehungen von der Deponie auf die umliegenden Grundstücke gibt“, so Bikeg-Vorsitzender Günter Flißikowski. Zurzeit klagt die Bürgerinitiative gegen die Erweiterung der Grauwall-Deponie (das SJ berichtete).

Quelle: Sonntagsjournal vom 07.07.2013 von Andrea Lammers

MEINE MEINUNG
Staubmessstellen könnten die Fragen klären
Eine privat in Auftrag gegebene Untersuchung von Staubproben erfüllt nicht die Standards einer offiziellen Analyse. Daher sind die Messergebnisse aus der Nachbarschaft mit Vorsicht zu betrachten. Ernst nehmen sollte man sie mit Blick auf die geplante Erhöhung der Deponie trotzdem. Bereits im Februar 2012 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, für die Dauer von drei Jahren Staubmessstellen einzurichten. Doch die Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft (BEG) als Deponiebetreiberin hat die Finanzierung der Messungen mit Verweis auf das von der Bürgerinitiative gegen die Erhöhung angestrengte Gerichtsverfahren vorerst abgelehnt. Überzeugender wäre es, mit unproblematischen Messergebnissen zu argumentieren.  Christian Heske

Wirbel um die Deponie Grauer Wall

Quelle: Sonntagsjournal
vom 26.05.2013

Staubgutachten kritisiert

Gegner der Grauwall-Deponie sehen sich durch Ökopol-Untersuchung bestätigt

BREMERHAVEN. Jetzt wartet alles gespannt auf den Gerichtsentscheid. Der könnte nach der neuesten Sachlage das Aus für die geplante Erweiterung der Grauwall-Deponie bedeuten. Hintergrund: Die Ergebnisse eines von der Bürgerinitiative „Keine Erweiterung Grauer Wall“ (Bikeg) in Auftrag gegebenen Gutachtens.

Seit drei Jahren kämpft die Bikeg gegen die Erweiterung der Grauwall-Deponie. Die soll nach dem Willen des Betreibers BEG von 25 Meter auf eine Höhe von 52 Meter anwachsen und bis zu zwei Millionen Tonnen Müll lagern dürfen – insgesamt 105 verschiedene Abfallarten, 29 davon unter anderem mit Dioxinen belastete Giftmüllstoffe wie Schlacken und Filterstäube aus Müllverbrennungsanlagen.

Der Bremer Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) hatte das Anliegen der Betreiber   bereits im Mai 2012 durchgewunken, die Bikeg daraufhin Klage erhoben (das Sonntagsjournal berichtete).

In das Verfahren bringt die Bikeg jetzt Argumente ein, die auf der Überprüfung zweier von der BEG seinerzeit beim TÜV Nord in Auftrag gegebenen Gutachten zu Staubimmissionen der Deponie fußen. In dieser neuen Untersuchung des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik (Ökopol), werden massive Mängel der TÜV-Gutachten kritisiert.

Neues Staubgutachten stellt alles in Frage

Günther Flißikowski, Friedrich Walz, Ernst Baran, Liane Walz, Regina Wiese und Sabine Hanisch (v.l.n.r.) setzen sich als Mitglieder der rund 150 Mitglieder zählenden Bürgerinitiative Bikeg seit Jahren gegen die Erweiterung der Grauwall-Deponie ein.  Foto: rm

Vorstandsmitglied der Bikeg, die Geowissenschaftlerin Dr. Sabine Hanisch: „Im Kern kommt das Ökopol-Gutachten zu dem Schluss, dass die Staubbelastungen für die Anwohner deutlich höher sind, als in den TÜV-Gutachten angenommen, da in weiten Teilen keine verlässlichen Daten für die Belastungsprognose  zu Grunde gelegt würden.“

Anstelle von Staubmess-Ergebnissen seien in den TÜV-Gutachten gemittelte Werte aus Niedersachsen verwendet worden. „Viel zu wenig berücksichtigt geblieben ist dabei beispielsweise, dass wir hier häufig Sturm ohne nennenswerte Niederschläge haben, die die Staubbelastung mindern würden“, so Günther Flißikowski, Bikeg- Vorsitzender. Viel zu niedrig angesetzt sei laut Ökopol auch die Vorbelastung für Bremerhaven. „Die Belastungen durch das Kronos-Titan-Werk in Nordenham beispielsweise bleiben völlig unberücksichtigt. Dabei liegen sowohl die Häfen als auch Kronos in der Hauptwindrichtung auf Bremerhaven. Wenn man das außer Acht lässt, ist es natürlich sehr viel leichter, unter den Grenzwerten zu bleiben“,  unterstreicht Flißikowski. Um so unverständlicher sei es, dass es nicht eine einzige Messung der aktuellen Staubbelastung für die Anwohner gebe.

Dabei sieht ein Antrag des Magistrats vom Februar 2012 genau das vor. „Die BEG sollte Staubmess-Stellen einrichten – bis heute ist nichts passiert“, so Flißikowski.

Staub-Bestandteile unberücksichtigt

Weiterer massiver Ökopol-Kritik-Punkt: „Die Zusammensetzung der Stäube wird in den TÜV-Gutachten überhaupt nicht berücksichtigt. Dabei handelt es sich hier um hochgiftige Dioxine und Schwermetalle, um Asbest und stark gesundheitsgefährdende Industrie-Abfälle. Alles Stoffe, die zu Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen könnten“, erläutert Hanisch.

Feinststäube seien in den TÜV-Gutachten überhaupt nicht berücksichtigt worden,  dabei: „Diese Kleinstpartikel gehen direkt ins Blut, verteilen sich im Körper und überwinden die Blut-Hirn-Schranke“, so der Vorsitzende. Anwohner machten sich starke Sorgen. „Daher wollen wir ein Krebs-Kataster für die Straßenzüge rund um die Deponie einrichten“, plant Flißikowski.

Ein weiterer Ökopol-Kritikpunkt: „Die Quellhöhe ist falsch angenommen. In den   TÜV-Gutachten ist man von Bedingungen wie bei einem 35 Meter hohen Schornstein ausgegangen, der die Stäube in hohe Luftschichten pustet. Wir haben es aber mit einer großflächigen Deponie zu tun, also einer großflächigen Emissionsquelle, über die zudem häufig der Wind weht. Auch hier ist von einer viel stärkeren Belastung am Boden auszugehen“, fasst Hanisch zusammen.

Quelle: Sonntagsjournal vom 13.05.2013 von Andrea Lammers

„Viele Anwohner machen sich Sorgen um ihre Gesundheit.“ Günther Flißikowski, Vorsitzender der Bikeg

MEINE MEINUNG

Fahrlässige Senats-Entscheidung  Lust auf Gänsehaut? Dann tauchen Sie ein in die Ökopol- Untersuchung. Eine Lektüre, die man dem Umweltsenator – einem Grünen (!) – ans Herz legen möchte. Wenn die darin kritisierten TÜV-Gutachten einen Beitrag zu der Entscheidung für die Grauwall-Erweiterung hatten, steht letztere nicht mal mehr auf tönernen Füßen. Dann gehört sie – genau: auf den Müll. Auch wenn, wie es den Anschein hat, die Landespolitiker Bremerhaven auf einem anderen Planeten wähnen: Auch hier leben (noch) Menschen, die wählen gehen. Andrea Lammers

Neues Gutachten stellt die Erweiterung der Mülldeponie Grauer Wall in Frage

Quelle: Nordsee-Zeitung vom 11.05.2013

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