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Grob- und Feinstaub

Man unterscheidet im Wesentlichen 2 Staubarten: Grob- und Feinstaub

Grobstaub sinkt je nach Windstärke relativ schnell zu Boden. Da er nicht über die Lunge eingeatmet werden kann, ist entscheidend, wo, in welcher Menge und mit welchen Inhaltsstoffen er ankommt. Meist wird er nicht direkt aufgenommen, Ausnahmen sind z.B. Sandkasten  oder Obst und Gemüse, das nicht abgewaschen wird. Langfristig von Bedeutung ist aber, wie viel der Inhaltsstoffe ausgewaschen werden und welche. Pflanzen können diese Stoffe dann anreichern und so können sie in den Nahrungskreislauf gelangen.

Feinstaub: Man unterscheidet zwei Fraktionen PM 10 und PM 2,5. (PM steht für Particulate Matter und die Zahlen bezeichnen den Durchmesser der Teilchen in μm = der 1 millionste Teil eines Meters). Die Unterteilung wurde deshalb vorgenommen, weil man herausgefunden hat, dass zwar beide lungengängig sind und somit Partikel auch in die Blutbahn gelangen, das heißt auch zu allen Organen, dass aber die PM 2,5-Fraktion so klein ist, dass sie auch die Blut-Hirnschranke überwinden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass diese kleinsten Teilchen zahlenmäßig den größten Anteil am Feinstaub ausmachen. (So passen rein rechnerisch 64 der 2,5 μm-Teilchen in ein 10 μm-Teilchen.) Je nachdem, welchen Inhaltsstoff diese Partikel tragen und wie leicht er zugänglich ist, kann er seine Wirkung im Körper ausüben.

Eine sehr gute Zusammenstellung über das Thema Feinstaub / Inhaltsstoffe / Grenzwerte / Auswirkungen gibt die Landesumweltbehörde in Baden-Württemberg hier sowie Wikipedia.

Zwar gibt es in Bremerhaven eine Hintergrundmessung für Feinstaub in der Hansastraße, deren Ergebnisse hier frei abrufbar sind, dennoch werden hier keine Schwermetalle oder organische Verbindungen gemessen, wie sie massenweise auf der Deponie abgelagert werden oder auch im Hafen-Industriegebiet freigesetzt werden.

Die Messstelle Hansastraße ermittelt sowohl PM 10- als auch PM 2,5-Werte. Da die 2,5 μm-Fraktion ein Teil der 10 μm-Fraktion ist, kann der PM 2,5-Wert niemals größer als der PM 10-Wert sein. Wie nachfolgende Darstellung exemplarisch zeigt, ist dies dennoch immer wieder der Fall. Diese Messwerte sind somit falsch und es stellen sich folgende Fragen: Ist der PM 2,5-Wert zu hoch oder der PM 10-Wert zu niedrig angegeben oder stimmen beide Werte nicht? Und was bedeutet das für die Zuverlässigkeit der seit Juli 2014 durchgeführten Messungen im Umfeld der Deponie?

Messwerte Hansastraße 05.04.2014
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