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Tatsache ist, dass in Bremerhavens Müllverbrennungsanlage jährlich ca. 300.000 Tonnen Müll verbrannt werden, obwohl die Bremerhavener jährlich nur 40.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll produzieren. Das sind nur 13 % des gesamten verbrannten Mülls. Der Rest kommt aus anderen Teilen Deutschlands und dem europäischen Ausland. Aus Gründen der Gewinnmaximierung werden also riesige Mengen an Müll nach Bremerhaven transportiert, teilweise im Zwischenlager gelagert, bis sie in die Verbrennungsöfen transportiert werden. Die Rückstände Filterstaub und Verbrennungsschlacke werden dann nach Abfallrecht als „Bremerhavener Müll“ deklariert und auf der Deponie Grauer Wall abgelagert. Die Filterstäube werden im Moment unter Tage verbracht, weil sie trotz Heraufsetzung der Grenzwerte für Auswaschung diese nicht mehr eingehalten haben.

Deponie-von-oben

Nicht zu verwechseln mit der eigentlichen Deponie ist das Zwischenlager, im Bild nebenan an den hellen Haufen zu erkennen. Das Zwischenlager wurde offiziell eingerichtet, um während der Revisionszeiten der 4 Verbrennungsöfen (jeweils ca. 2 Wochen) den angelieferten Müll zwischenzulagern, bevor er in der Müllverbrennungsanlage verbrannt wird. Da der Müll für die Bremerhavener Müllverbrennung aus halb Europa herangeschafft wird, lagern im Zwischenlager riesige Mengen Müll. Die Behörden haben dem Betreiber erlaubt, den Müll bis zu einem Jahr dort zu lagern.

Müllhaufen haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, sich selbst zu entzünden, wenn sie organische Stoffe enthalten. Das Zwischenlager brennt häufig, in der Vergangenheit wurde die Feuerwehr teilweise erst nach 10 Stunden gerufen. Angeblich werden bei den häufigen Bränden nie Schadstoffe in der Luft gemessen. Jeder weiß, dass beim Verbrennen unsortierten Mülls in Wirklichkeit eine große Menge Schadstoffe in die Luft entweicht. Daher haben Müllverbrennungsanlagen eine aufwendige Rauchgasreinigung. Das Zwischenlager brennt zwangsläufig immer wieder, ohne dass die Anwohner mit einer Sirene wenigstens gewarnt würden.

Müllberg-Brände

Lesen Sie bitte unsere detaillierte Infoschrift über das Zwischenlager

Brände und Gestank im Zwischenlager für Verbrennungsmüll

Die Geschäftsleitung des Deponiebetreibers versichert immer wieder, dass auf dem Zwischenlager Sperr- und Kunststoffabfälle gelagert würden (siehe Zeitungsartikel aus der Nordseezeitung). Gegen diese Aussage spricht die Tatsache, dass sich der Müll immer wieder selbst entzündet und der bestialische Gestank, unter dem die Anwohner seit Jahrzehnten zu leiden haben. Der Befall mit Ratten, die sich auch nicht von Sperrmüll und Kunststoff ernähren,  muss immer wieder mit Gift eingedämmt werden. Die BIKEG hat in der Umgebung schon hohe Konzentrationen von Thallium gemessen, das ein Bestandteil von Rattengift ist.

Kokelnde-Matratze
SJ_20130707_Flasche-mit-Rattengift_red
riesiges Zwischenlager
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Nach der Verbrennung in der Bremerhavener Müllverbrennungsanlage ist dieser Vorrat an Müll, der aus dem ganzen europäischen Ausland bis nach Neapel stammen kann, abfallrechtlich „Bremerhavener Müll“.

Nur so können Behörden, Betreiber und Politiker behaupten,"95 % der Abfälle auf dem Grauen Wall stammen aus Bremerhaven“. Es handelt sich dabei aber um Rückstände von Verbrennungsmüll, der z.T. eine lange Reise hinter sich hat. Die Bremerhavener Verbrennungsanlage ist nur zu 13 % mit Müll aus Bremerhaven ausgelastet. Der Rest kommt von außerhalb.